klimawandel

Mobilität

Neuer Report mahnt EU Wirtschaftsminister zu strengeren Vorgaben

Hamburg / Brüssel (ots) - 20. 5. 2010 - Der Grenzwert für den Kohlendioxidausstoß der Neuwagenflotte kann im Jahr 2020 von derzeit 150 auf dann 80 Gramm pro Kilometer gesenkt werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute in Brüssel vorgestellter Report von Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation fordert von den EU-Wirtschaftsministern, diesen Grenzwert in ihre "Strategie für saubere und energieeffiziente Fahrzeuge" zu übernehmen.

Stuttgart (ots) - Viele Autofahrer stehen den so genannten Umweltzonen skeptisch gegenüber. Nach einer aktuellen Umfrage der Sachverständigen-Organisation DEKRA lehnt fast jeder Zweite (46 %) die Einrichtung von Feinstaubzonen ab. 51 Prozent erwarten davon keine nennenswerte Verbesserung der Luftqualität in Städten und Gemeinden. Mehr als jeder dritte Befragte (38 %) betrachtet die Zonen sogar als unsinnig, da sie nicht gegen Luftverschmutzung helfen würden. Immerhin: 43 Prozent beurteilen Umweltzonen als "guten Ansatz", da etwas gegen die Luftverschmutzung getan werden müsse. Allerdings glauben nur 29 Prozent, dass sie tatsächlich zum Schutz der Gesundheit beitragen.

Greenpeace Tests zeigen: Teil des Diesels stammt aus Urwaldzerstörung

Hamburg (ots) - 4. 5. 2010 - Deutsche Autofahrer sind gezwungen, Palmöl zu tanken und vernichten so indirekt den Lebensraum der Orang Utans in Indonesien. Das ist das Ergebnis von 160 Diesel-Tests, die Greenpeace über den Zeitraum von einem Jahr an 80 Tankstellen im ganzen Bundesgebiet gemacht hat. Dabei wurde sowohl Sommer- als auch Winterdiesel vom unabhängigen Labor ASG Analytik analysiert. Mineralöldiesel wird wegen des Beimischungsgesetzes sieben Prozent Agrodiesel zugesetzt. Die Tests zeigen, dass dieser Anteil durchschnittlich aus sechs Prozent Palmöl und elf Prozent Sojaöl besteht. In Indonesien und Argentinien werden Urwälder vernichtet, um auf den freigewordenen Flächen Pflanzen für Agrodiesel anzubauen. Greenpeace fordert die Abschaffung der gesetzlich verpflichtenden Beimischungsquote.

1272811887i2069Dichtes Netz soll Markt fördern und Milliardenumsätze bringen

Stromanbieter bereiten sich auf den Umstieg auf Elektroautos vor (Foto: pixelio.de/frankradel)

Hamburg (pte/03.05.2010/06:00) - Wie schnell sich Elektroautos auf dem Markt durchsetzen werden, hängt vor allem davon ab, wann ein dichtes Netzwerk von E-Tankstellen zur Verfügung stehen wird. Die deutschen Energieversorger bereiten sich darauf bereits mit großem Aufwand vor, berichtet die Financial Times Deutschland. Die Unternehmen erhoffen sich in Zukunft Milliardenumsätze aus dem neuen Markt.

VKU zur Konstitution der Nationalen Plattform Elektromobilität

Berlin (ots) - "Wer es mit einer bundesweiten Einführung von Elektromobilität ernst meint, der muss die deutschen Stadtwerke an zentraler Stelle in seine Strategie einbeziehen", erklärt Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) anlässlich des Elektromobilitätsgipfels der Bundesregierung in Berlin. Die Bundesregierung müsse aufpassen, nicht hinter die eigenen Ansprüche zurückzufallen und sich nur von einseitig agierenden Akteuren beraten zu lassen. "Elektromobilität erfordert deutlich mehr als funktionsfähige Fahrzeuge, Batterien oder Ladesäulen", so Reck weiter. "Elektromobilität muss vor Ort erprobt werden, gemeinsam mit den Kommunen und den Automobilherstellern. Andere Länder wie Österreich oder Frankreich sind hier schon viel weiter." Die Erprobung vor Ort müsse deshalb weiter von der Bundesregierung unterstützt werden.

Berlin (ots) - Der WWF knüpft an den morgigen Elektromobilitätsgipfel die Erwartung, dass die Elektromobilität in Deutschland schnell aufgebaut wird. Die neu gegründete nationale Plattform solle in ihrer Arbeit den Rahmen für Elektromobilität so setzen, dass eine Markteinführung zügig erfolgt und die Einbindung von Elektroautos in ein erneuerbares Stromsystem vorangetrieben wird. Nach einer Studie des WWF wird Elektromobilität zwar bis 2020 keine wesentlichen Klimaschutzerfolge erzielen, sei aber über 2020 hinaus dringend notwendig für erfolgreichen Klimaschutz im Verkehr. Jetzt sei es erforderlich die benötigten Infrastrukturen aufzubauen und die Fahrzeuge zu entwickeln.

Berlin (ots) - Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) sieht in der Elektromobilität große Chancen für eine zukunftsweisende und nachhaltige Energieversorgung im Verkehrssektor, wenn sie mit Strom aus Erneuerbaren Energien kombiniert wird. Damit lasse sich einerseits knapper werdendes Erdöl im Verkehrssektor ersetzen, das mit hohen Umweltbelastungen bei Produktion und Verbrennung verbunden sei. Andererseits könnten Elektrofahrzeuge mit Hilfe ihrer Batterien als Speicher für temporäre Überschüsse bei der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie fungieren und so die Integration der Erneuerbaren Energien im Stromsektor erleichtern.

Berlin/Hamburg (ots) - Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise wird der Straßengüterverkehr in Deutschland weiter zunehmen. Die Güterverkehrsleistung wird mittelfristig auf über eine Billion Tonnenkilometer anwachsen; die Fahrleistung schwerer Lkw wird sich dabei verdoppeln. Steigende Fahrleistungen führen zu einem Anstieg der CO2-Emissionen in diesem Verkehrsbereich. Der Güterkraftverkehr im Jahr 2030 fährt mit verbesserter Dieseltechnologie.

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