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Flugverkehr: Mitschuld an Erwärmung der Arktis

1261495995i20824Jets tragen vier bis acht Prozent zum Klimawandel bei

Flugzeuge produzieren zu viele Abgase (Foto: Wolfgang Weitlaner)

San Francisco (pte/23.12.2009/06:00) - Der Flugverkehr trägt zwischen vier und acht Prozent zur Klimaerwärmung bei. Das entspricht in etwa einem Temperaturäquivalent von 0,03 bis 0,06 Grad Celsius auf der ganzen Welt. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Stanford University in Palo Alto beim jährlichen Treffen der American Geophysical Union http://www.agu.org.

Die Analyse der Atmosphärenforscher hat allerdings noch ein weitaus dramatischeres Bild für die Nordpol-Region gezeigt. Denn in dieser sensiblen Zone ist Flugverkehr für 15 bis 20 Prozent an der Erwärmung verantwortlich. Die Resultate dieser Analysen könnten für einen Wechsel in der Beurteilung des Flugverkehrs in den Klimaschutz führen.

 


Spuren von jährlich 35 Mio. kommerziellen Flügen

Rund 35 Mio. kommerzielle Flüge werden weltweit jährlich durchgeführt. Studien in Europa haben gezeigt, dass Regierungen nun ernstlich darüber nachdenken, eine CO2-Steuer auf den Flugverkehr einzuheben. Bisher haben Studien nur geschätzt, welche Auswirkungen die kommerzielle Luftfahrt auf das Klima hat.

Die aktuelle Untersuchung von Mark Jacobson hat erstmals Emissionsdaten von 2004 bis 2006 verwendet, um die Auswirkungen auf das Klima zu untersuchen. Dazu haben die Wissenschaftler ein Modell der Flugzeug-Emissionen erstellt, das den Einfluss auf die atmosphärische Zusammensetzung, die Bewölkung sowie die physikalischen Eigenschaften von Emissionen - insbesondere Ruß - berücksichtigt.

Emissionen nicht überall gleich schädlich

Viele vorhergehende Studien kommen zum Schluss, dass Emissionen aus dem Flugverkehr überall die gleichen Schäden anrichten. Mit der nunmehrigen Untersuchung konnten die Wissenschaftler dies allerdings widerlegen. Die Flugzeuge sorgen für einen Zuwachs von Cirrus-Wolken, in Gebieten wo Kondensstreifen häufig auftraten.

In anderen Regionen sorgen sie hingegen für einen Anstieg der Temperaturen in der unteren Atmosphäre. Zudem reduzieren sie dort die relative Feuchtigkeit. Wenn die Rußmenge, die emittiert wird, um das 20-fache reduziert werden könnte, würde man die Erwärmung aufhalten und sogar für eine Abkühlung sorgen, meint Jacobson. (Ende)

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=091223003
Aussender: pressetext.deutschland

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