klimawandel

Die 3000 weltgrößten Konzerne verursachten 2008 Umweltschäden in Höhe von 2,2 Billionen Dollar

Würde man den 3000 größten Unternehmen der Welt, die von ihnen verursachten Kosten an Umweltverschmutzung und anderen Schäden an der Umwelt in Rechnung stellen, würde das mehr als ein Drittel ihrer Gewinne kosten, so eine bisher unveröffentlichten Studie der Vereinten Nationen.

Der Bericht wird auch von der wachsenden Besorgnis darüber getragen, dass niemand für die Nutzung, den Verlust und die Beschädigung der Umwelt, die mit dem raschen Rückgang an Süßwasser-, Fischerei und fruchtbaren Böden krisenhafte Ausmaße erreicht hat,  zahlen muß.

Im Laufe diesen Jahres soll ein weitere großen UN-Studie - der "Stern für die Natur" - nach dem einflussreichen Bericht über die Ökonomie des Klimawandels von Sir Nicholas Stern - veröffentlicht werden, in der versucht wird, einen Preis für solche globalen ökologischen Schäden zu beziffern, und Vorschläge, wie dies zu verhindern. Der Bericht, unter Führung des  Ökonomen Pavan Sukhdev erstellt, dürfte sich für die Abschaffung der Milliarden von Dollar an Subventionen für die schädlichen Branchen wie Landwirtschaft, Energie und Verkehr, sowie einer strengerer Regulierung und mehr Steuern für die Unternehmen, die die Schäden verursachen.
Die aktuelle Studie, durchgeführt von der Londoner Beratungsfirma Trucost, soll in diesem Sommer veröffentlicht werden, schätzt die entststehenden Schäden auf etwas  2,2 Billionen US-Dollar im Jahr 2008. Die Zahl entspricht ca. 6-7% des gesamten Umsatzes der Unternehmen, was im Durchschnitt einem Drittel ihrer Gewinne entsprechen dürfte.

"Wir reden von einem völlig neues Paradigma", sagte Richard Mattison, Trucost Chief Operating Officer und Leiter der Studie. "Externe Effekte dieser Größenordnung stellen eine große Gefahr für die globale Wirtschaft dar - die Märkte sind sich dieser Risiken nicht bewusst und wissen nicht, wie man damit umgehen soll."

Mehr als die Hälfte der Summe wurden durch die Emissionen von Treibhausgasen für den Klimawandel verursacht, weitere wichtige "Kosten" entstehen durch lokale Luftverschmutzung wie Feinstaub, und andere Schäden, verursacht durch die Übernutzung der Böden und Verschmutzung von Süßwasser.
Die wahre Schaden dürfte noch höher sein, da in der  $ 2.2 Billionen-Dollar Schätzung die  Schäden infolge von provaten und staatliche Konsums von Waren und Dienstleistungen, wie zum Beispiel Energie für Geräte oder Abfälle, sowie die "sozialen Folgen", wie die Migration von Menschen vertrieben aus den betroffenen Gebieten, noch gar nicht berücksichtigt sind. Der endgültige Bericht wird auch eine insgesamt höhere Zahl beinhalten, da auch die langfristigen Auswirkungen von Problemen wie Giftmüll berücksichtigt werden sollem.

Quelle & vollständiger Text: http://www.guardian.co.uk/environment/2010/feb/18/worlds-top-firms-environmental-damage