München (ots) - 14. Oktober 2008 - Eine repräsentative Umfrage der Zeitschrift EMOTION unter 1004 Befragten zeigt, was Deutschland für den Umwelt- und Klimaschutz tun würde. Unter den Tops finden sich neue Verkehrskonzepte (93%) und das Thema Energiesparen (87%). Das Mittelfeld teilt sich der Atomausstieg (72%) mit dem Verbot nicht recyclebarer Materialien (71%). Flops: Der autofreie Sonntag (37%) und ein Verbot innerdeutscher Flüge (21%). Bei allen abgefragten Maßnahmen sind es die Frauen, die einer Umsetzung prozentual häufiger zustimmen (71 vs. 60%).
Beim Fliegen hört der Umweltschutz für viele auf Ganz oben auf der Prioritätenliste zum Schutz der Umwelt: Die Entwicklung neuer Verkehrskonzepte. Insgesamt 93 Prozent der Befragten (91% Männer, 95% Frauen) sind zum Beispiel für die Verbilligung öffentlicher Verkehrsmittel oder einen Ausbau des Streckennetzes. Ein konträres Bild zeigt sich beim Verkehrsmittel Flugzeug. Knapp Dreiviertel der Männer (74%) und Frauen (ebenfalls 74%) sehen "eher nicht" oder "auf keinen Fall" die Notwendigkeit zum Verbot innerdeutscher Flüge.
Wer will schon gern im Dunkeln sitzen? Auf Platz zwei des Maßnahmen-Rankings ist das Thema Energiesparen. Was für viele schon selbstverständlich ist, sollte jetzt unterstützt und gefördert werden: 87 Prozent wünschen sich beispielsweise ein Prämiensystem fürs Energiesparen oder einen Produktionsstopp für Elektrogeräte mit Stand-by-Betrieb (84% Männer, 90% Frauen). Die Zustimmung hierfür zieht sich quer durch alle Altersklassen, wobei die 30-bis 49-Jährigen mit 90 Prozent besonders an der Umsetzung dieser Forderung interessiert sind.
Mathe, Deutsch, Englisch und Umweltschutz?
Damit auch schon die Kleinsten einen verantwortlichen Umgang mit der Umwelt lernen, spricht sich eine klare Mehrheit der Befragten (80%) für die Einführung von Umweltschutz als verbindliches Schulfach aus. In der Gruppe der ab 30-Jährigen steigt die Befürwortung dieser Maßnahme sprunghaft an. Während nur Zweidrittel (66%) der 14-bis 29-Jährigen das neue Schulfach als wichtig ansehen, sind es 85 Prozent der 30-bis 49-Jährigen.
Tierliebe - ein Thema für Frauen und junge Leute
Besonders deutlich wird die Diskrepanz zwischen Männern und Frauen bei der Abschaffung der Massentierhaltung. Während sich 78 Prozent der Frauen für eine tierfreundlichere Haltung aussprechen, sind es nur gut die Hälfte der Männer (55%). Auch mit dem Alter nimmt die Tierliebe ab - 70 Prozent der bis 29-Jährigen sind für eine Abschaffung der Massentierhaltung, dagegen nur 64 Prozent der ab 65-Jährigen. Ein weiteres Thema spaltet die Geschlechter: Das Verbot von Gentechnik. 62 Prozent der Frauen sprechen sich hierfür aus, aber nur 43 Prozent der Männer.
