klimawandel

Umweltprämie führt zum besten Pkw-Neuzulassungsergebnis seit 1992

Frankfurt (ots) - In 2009 werden über 3,80 Millionen Pkw, 25 Prozent mehr als im Vorjahr, in Deutschland neu zugelassen werden. In den neuen Bundesländern beträgt die Steigerung rund 50 Prozent.
Die Umweltprämie hat eine Wirkung entfaltet, mit der zu Beginn nur ganz wenige gerechnet haben. Die Kundenkrise war überwunden, der Neuwagenverkauf war plötzlich wieder Gesprächsthema in den Familien, am Arbeitsplatz, am Stammtisch. Einige Medien berichteten euphorisch "die Kunden werden in die Autohäuser getrieben". Viele Menschen, die bislang stets Gebrauchtwagen gekauft hatten, konnten sich aufgrund der staatlichen Prämie und der Marketingmaßnahmen vieler Hersteller erstmals einen Neuwagen leisten.

VDIK-Präsident Volker Lange: "Ich habe immer betont, dass das Neuzulassungsvolumen 2009 kein Normalfall sein wird und gehe davon aus, dass in 2010 bis zu einer Million Neuwagen fehlen werden, dass es einen Rückgang der Privatkäufe und eine Steigerung im gewerblichen Bereich geben wird. In 2010 wird das Volumen der Pkw-Neuzulassungen bei 2,8 Millionen bzw. bei sich stabilisierender Wirtschaftslage bei maximal 2,9 Millionen liegen."

Die Umweltprämie hat ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Deutschlands Straßen geleistet, die Zahl der Verkehrstoten ist in diesem Jahr um 10 Prozent gesunken.

Klar und unstrittig ist, die Umweltprämie hat nicht nur viele Tausende von Arbeitsplätzen gesichert, sie hat auch den Klimaschutz vorangebracht! Die Emissionen sanken im Flottenverbrauch um über 10 g/km CO2.

Die extrem starke Nachfrage nach kleinen und sparsamen Fahrzeugen zeigt sich eindrucksvoll an der Anzahl der Fahrzeuge mit CO2-Emissionen bis 140 g/km, die sich annähernd verdoppelte, und an der Zahl der Neuzulassungen von Fahrzeugen unter 120 g/km CO2, die sich mehr als verdoppelte. In der erstgenannten Gruppe halten die VDIK-Mitgliedsunternehmen einen Marktanteil von 55 Prozent, bei den extrem sparsamen Fahrzeugen sogar von 63 Prozent.

Volker Lange weiter: "Um die Erfolge der VDIK-Mitgliedsunternehmen bei der Absenkung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen zu belegen, bedarf es also keiner ausgeklügelten Segmentbetrachtung. Der VDIK hat hier eine sehr einfache Botschaft: Die CO2-Emissionen aller von unseren Mitgliedern verkauften Fahrzeuge liegen bei 147,8 g/km CO2 und seit Jahren um ca. 10 g/km unter denen der deutschen Wettbewerber. Seit 1995 konnten die CO2-Emissionen insgesamt um rund 50 g/km abgesenkt werden."
Zum Marktwachstum trugen die Kleinstwagen mit einem Plus von über 100 Prozent, die Kleinwagen mit einem Zuwachs von 71 Prozent sowie die Kompaktklasse bei, die um 34 Prozent zulegte. In diesen drei Segmenten wurden über 850.000 Fahrzeuge mehr zugelassen als im Vorjahreszeitraum. Es ist offensichtlich, dass der Gesamtmarkt nur durch diese Segmente nach oben getrieben wurde. Die zweistellig rückläufige Entwicklung in den Segmenten Mittelklasse, obere Mittelklasse, Oberklasse und Sportwagen wurde so überdeckt.
Die VDIK-Marken sind traditionell in den kleinen Segmenten besonders erfolgreich. Im Segment Kleinstwagen steigerten sie ihren Marktanteil von 64 auf 74 Prozent, bei den Kleinwagen von 59 auf 61 Prozent und im weiterhin volumenstärksten Segment, der Kompaktklasse, von 29 auf 31 Prozent. Das Segment Kleinstwagen ist nun das viertstärkste in Deutschland, das Volumen ist höher als bei den Geländewagen und VANs.

Die VDIK-Mitgliedsunternehmen insgesamt steigern ihren Marktanteil 2009 von 35,2 auf das Rekordniveau von 40,5 Prozent. Der Marktanteil in den alten Bundesländern nahm auf 39 Prozent, in den neuen Bundesländern auf 53 Prozent zu.
Der Vorstand der Internationalen Kraftfahrzeughersteller hat im September einen Forderungskatalog an die neue Bundesregierung mit dem Titel "Mobilität sichern - Wirtschaftskraft erhalten - Verkehrsinfrastruktur bedarfsgerecht ausbauen" beschlossen und den Regierungsparteien übermittelt.

VDIK-Präsident Volker Lange weiter: "Einige wesentliche Forderungen als verkehrspolitische Grundsätze des VDIK will ich hier in Stichworten kurz nennen:

- Bezahlbare Mobilität als Voraussetzung für Wohlstand und Wachstum
- Sachgerechte Vernetzung der Verkehrsträger
- Sicherung des Verkehrsflusses
- Kein generelles Tempolimit
- Keine Pkw-Maut
- Weitere Verjüngung des Fahrzeugbestandes
- Einfluss umweltpolitischer Entscheidungen auf die Mobilitätskosten berücksichtigen
- Marktanreizprogramme zur Förderung alternativer Antriebe
- Keine übermäßige Inanspruchnahme der Automobilindustrie bei der Verwirklichung der Klimaschutzziele."

Einige dieser Forderungen sind zumindest ansatzweise - wenn auch nur vage formuliert - im Koalitionsvertrag enthalten. Der VDIK wird die Umsetzung solcher Vorhaben konstruktiv begleiten und kritisch diejenigen Bestrebungen verfolgen, die den Interessen seiner Mitglieder und der Bürger nach bezahlbarer Mobilität zuwiderlaufen.

Originaltext:      Verband d. Int. Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK)

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