klimawandel

Haus dämmen in Eigenleistung

Mit wenig Aufwand lässt sich viel Heizenergie sparen / Schnelle Amortisation

Die Dämmung der obersten Geschossdecke kann vom Hausbesitzer in Eigenleistung ausgeführt werden

(openPR) - "Wenn in absehbarer Zeit das Öl knapp wird, dann ist immer noch viel Winter übrig", schmunzelt Energie-Fachberater Matthias Dörr. Seit zwölf Jahren informiert er modernisierungsinteressierte Hausbesitzer und untersucht ältere Gebäude auf deren Energieeinsparpotenzial. "Viele Eigentümer scheuen den finanziellen Aufwand, dabei lassen sich schon mit geringen Materialkosten in Eigenregie viele Liter Heizöl pro Jahr einsparen", weiß Dörr und nennt seine heimlichen Energieverschwender.


Im Winter genügt allein schon der Blick auf schneebedeckte Hausdächer, um eine ausreichende Dämmung hin zum Wohnraum zu erkennen. Die freien Flächen signalisieren leider fast immer Wärmeverlust. "Da wird mit hunderten Litern Heizöl pro Jahr die Umgebung geheizt, das ist Energieverschwendung pur", bemängelt Dörr. Dabei ist die Dämmung der obersten Geschossdecke bis hin zum Speicher eine lukrative Angelegenheit für den Hausbesitzer. Zunächst ist zu klären, ob der Dachboden begehbar sein soll oder nicht. Auch der Aufbau der Decke, beispielsweise eine Holzbalkendecke oder eine Betondecke, ist für die Materialauswahl entscheidend. Bei einem Besichtigungstermin checkt der Energie-Fachberater alle Gegebenheiten vor Ort und empfiehlt auch im Hinblick auf die in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelten Nachrüstverpflichtungen geeignete Materialien und Dämmstärken. "Durch jeden Quadratmeter ungedämmte Betondecke entweichen dem Hausbesitzer pro Jahr 10 bis 15 Liter Heizöl, nach der Dämmung reduziert sich der Verbrauch auf ein bis zwei Liter", rechnet Dörr vor. "Verlegt der Hausbesitzer die Dämmung in Eigenregie, hat er seine Kosten in nicht einmal zwei Jahren amortisiert". Damit verbessert der Hausbesitzer auch den Wohnkomfort in den angrenzenden Räumen und steigert den Wert seiner Immobilie.

Mehr dämmen - mehr sparen

Von ganz oben im Haus nach ganz unten zur Kellerdecke - auch hier schlummern beträchtliche Einsparpotenziale. So kann die Dämmung einer Kellerdecke aus Beton in einer Stärke von 100 Millimetern bis zu 600 Liter Öleinsparung pro Jahr bringen. "Die Materialien werden geklebt, gedübelt oder geklammert. Das kann jeder versierte Heimwerker selbst anbringen“, ermutigt Dörr. Oft trifft Dörr bei seinen Hausbesuchen noch auf ungedämmte Heizungsrohre. "In einem ungeheizten Keller verliert eine ungedämmte Leitung die Energie von sieben bis zehn Liter Öl pro Jahr und Laufmeter“, gibt Dörr zu bedenken. Ebenso empfiehlt er Rohrisolierungen, die 30 Jahre und älter sind, auf alle Fälle zu überprüfen. "Wenn wir Gipsbinden oder Kunststoffummantelungen aufschneiden, dann bröselt uns die vermeintlich noch intakte Dämmung meist entgegen." Geeignete Rohrisolierungen führt jeder Baustoff-Fachhändler vor Ort in seinem Sortiment. "Die sind für wenig Geld schnell angebracht", weiß Dörr. "Mit diesen drei Dämm-Maßnahmen lässt sich auch mit wenig Geld eine ganze Menge erreichen", ist sich Dörr aus seiner täglichen Beratungspraxis heraus sicher.
Weitere Energiespartipps finden Hausbesitzer auf dem Ratgeberportal www.energie-fachberater.de. Dort sind auch bundesweit 1.500 "Energie-Fachberater im Baustoff-Fachhandel" gelistet, die jedem Hausbesitzer eine kostenlose, unverbindliche Erstberatung anbieten.

www.energie-fachberater.de - das Fachportal für Haus- und Wohnungsbesitzer. Hier erfahren Nutzer alles über Energieeinsparen und gewerkeübergreifende energetische Modernisierung. Die Energie-Fachberater im Baustoff-Fachhandel beraten zum Energieausweis sowie technischen Möglichkeiten und Einsparpotenzialen.

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