klimawandel

10.02.2009: 100 Experten referieren auf der 13. Internationalen Passivhaustagung in Frankfurt

Programm ab sofort unter www.passivhaustagung.de

(pressebox) Darmstadt/Frankfurt a.M., 10.02.2009, 100 Referenten aus aller Welt berichten in 16 zweisprachigen Arbeitsgruppen (deutsch/englisch) auf der 13. Passivhaustagung in Frankfurt am Main über die neuesten Entwicklungen, Produkte und Trends rund um das energieeffiziente Bauen. Die Schwerpunkte der diesjährigen Tagung bilden vor allem folgende Themen: „Öffentliches Bauen“, „Öffentliche Initiativen zur Förderung des Passivhaus-Standards“, „Sanierung“ und „Nicht-Wohnbau“. Die verschiedenen Beiträge dokumentieren die große Bandbreite der Veranstaltung: Vom Hallenbadbau im Passivhaus-Standard über Passivhaus-Lösungen für Pflegeheime bis zum größten Passivhaus-Projekt Europas, dem Lodenareal in Österreich.


Passivhaus weltweit
Der Passivhaus-Standard gilt schon längst über den deutschsprachigen Raum hinaus als wegweisend. Und so beschäftigen sich vier Arbeitsgruppen auf der 13. Passivhaustagung mit der Umsetzung des Passivhaus-Konzepts in Ländern wie den Vereinigten Staaten und Kanada, Italien, Frankreich und Belgien bis zu Skandinavien. Ausgehend vom Passivhaus-Konzept stellen Referenten die Anpassungen von energieeffizienten Lösungen an verschiedene klimatische Bedingungen vor.

Passivhaus- Beschluss
Frankfurt ist nicht nur die deutsche Finanzmetropole. Die Entscheidung für Frankfurt am Main als Veranstaltungsort für die 13. Internationale Passivhaustagung fiel aus gutem Grund: Hier wurden in den letzten Jahren mehrere hundert Wohneinheiten nach dem Passivhaus-Standard gebaut - zudem Schulen und Kindertagesstätten – so dass sich dem interessierten Fachpublikum viele Möglichkeiten bieten, bei Exkursionen Objekte zu besichtigen. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung auf den Beschluss der Stadt, welcher bei Neubau und Sanierung städtischer Gebäude das Passivhaus als Standard festlegt.

Die Tagung wird am 17. April 2009 von der Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt Petra Roth und vom Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding GmbH Frank Junker eröffnet. Die ABG hat sich als Wohnbauunternehmen, wie die Stadt, dem Passivhaus-Standard verpflichtet und in Frankfurt mehr als 600 Wohneinheiten in dieser fortschrittlichen Bauweise errichtet.

Passivhaus-Komponenten
Die erprobten technischen Passivhaus-Komponenten sind gute Wärmedämmung, hochwertige Fenster mit Dreischeibenverglasung, eine Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung und einfache Heiztechnik, die gemeinsam eine Energieeinsparung von 90% gegenüber dem durchschnittlichen Verbrauch in bestehenden Wohngebäuden ermöglichten. Diese Komponenten werden im Rahmen einer Fachausstellung in der Halle 5.1 der Frankfurter Messe zu sehen sein. Auf 3000 m² zeigen Aussteller auf der Leitmesse der Passivhausbranche neue Systeme und Verfahren des energieeffizienten Bauens. Interessierte Besucher können diese an beiden Veranstaltungstagen kostenlos besichtigen.

13. Internationale Passivhaustagung mit Fachausstellung
Datum: Freitag 17. und Samstag 18. April 2009
Ort: Congress Center Frankfurt am Main
Anmeldungen bis zum 28.02.2009 erhalten einen Preisnachlass.
Tagungsprogramm und weitere Infos unter www.passivhaustagung.de

Veranstalter: Passivhaus Institut, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Stadt Frankfurt am Main, Energieinstitut Vorarlberg, Pass-Net. Mit Unterstützung der ABG Frankfurt Holding GmbH und der Mainova AG.

Über Passivhaus Institut

Das Passivhaus Institut (PHI) ist ein unabhängiges Forschungsinstitut unter der Leitung von Dr. Wolfgang Feist mit einem interdisziplinären Team. Unsere Aufgaben liegen in der Forschung und Entwicklung im Bereich der hocheffizienten Energienutzung bei Gebäuden.

Das PHI hat die Entwicklung des Passivhauskonzeptes in Deutschland maßgeblich gestaltet. Beim ersten Demonstrationsbauvorhaben (Passivhaus Darmstadt Kranichstein 1990) wurde erstmals in Europa ein regulär bewohntes Mehrfamilienhaus mit einem dokumentierten Heizenergieverbrauch unter 12 kWh/(m²a) geplant, gebaut und messtechnisch begleitet. Seit 1996 leitet das Passivhaus Institut den Arbeitskreis kostengünstige Passivhäuser, der Bauträger, Architekten und Haustechnikplaner mit Hilfsmitteln und Informationen für den Bau von Passivhäusern ausstattet. Das Passivhaus Institut veranstaltet seit 1996 jährliche internationale Passivhaustagungen, die sich zu einer zentralen Plattform für Wissenschaft, Architektur, Technik und Produktentwicklung im Bereich des hochenergieeffizienten Bauens und Sanierens entwickelt haben (www.passivhaustagung.de).

Für die Entwicklung des Passivhauskonzeptes wurde Wolfgang Feist im Jahre 2001 von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Im Jahre 2003 wurde ihm der internationale Umweltpreis der Stadt Göteborg zusammen mit dem schwedischen Architekten Hans Eek verliehen.

Über das Passivhaus

Das Passivhaus ist ein Baustandard, der gegenüber dem Niedrigenergiehaus noch einmal 75 Prozent Energie und ebenso viele CO2- Emissionen einspart - es ist kein spezielles Produkt auch keine geschützte Marke. Ein Passivhaus ist so energieeffizient, dass es ohne ein herkömmliches Heizungssystem auskommt. Im Vergleich zu durchschnittlichen bestehenden Wohngebäuden benötigt ein Passivhaus nur ein Zehntel der Heizenergie - umgerechnet in Öl ca. 1,5 Liter pro Quadratmeter im Jahr. Seinen verschwindend geringen Restenergiebedarf vereint das Passivhaus mit einem deutlich höheren Wohnkomfort: Ohne Zugluft, ohne Schimmel und ohne kalte Oberflächen, jedoch mit frischer Luft in angenehm warmen Räumen. Europaweit wurden bereits über 15.500 Wohneinheiten im Passivhausstandard errichtet, der größte Teil davon in Deutschland. Die Mehrinvestitionen für Passivhausqualität liegen derzeit bei fünf bis zehn Prozent der durchschnittlichen Baukosten; das rechnet sich bei den derzeitigen Energiepreisen allein durch die eingesparten Energiekosten.

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