Asiaten produzieren 44 Prozent günstiger - Umdenken gefordert
Deutsche Hersteller müssen innovativ bleiben
Stuttgart/Düsseldorf/Aachen (pte/11.09.2009/13:48) - Chinesische Solarfirmen können gegenüber deutschen oder europäischen Herstellern auf allen Produktionsstufen um bis zu 44 Prozent kostengünstiger produzieren. Damit werden hiesige Marktplayer langfristig in die zweite Liga verwiesen. Die Kosten- und Effizienzvorteile führen zu Dumpingpreisen, denen vor allem etablierte deutsche Unternehmen nichts entgegenzusetzen haben. Schließlich können die Hersteller aus China ihre Fertigungsschritte zum halben Preis im Vergleich zum besten europäischen Hersteller erbringen. Dieses Ergebnis einer Erhebung der Landesbank Baden-Württemberg http://www.lbbw.de kommt jedoch nicht überraschend.
"Die ermittelten Zahlen sind realistisch und beziehen sich vorrangig auf die Prozesskosten. Es ist aber wichtig darauf hinzuweisen, dass die Chinesen längst nicht nur bei den Kosten für das Personal einsparen. Oft kommen die Maschinen aus Deutschland und sind wegen der großen Absatzflaute im Maschinenbau mit hohen Rabatten versehen. Auch sind viele Materialen für den Bau von neuen Produktionsstandorten weitaus günstiger und Umweltauflagen nicht so streng", so ein Brancheninsider gegenüber pressetext. Laut dem Fachmann profitieren asiatische Hersteller zudem vom technischen Ausbau ihrer Anlagen. Damit ließe sich noch schneller und effizienter produzieren.
Die Analysten des Stuttgarter Instituts finden für die aktuelle Marktlage klare Worte. In ihrem Bericht schätzen sie sogar, dass der Preisverfall im Modulsektor europäischen Solarherstellern "keine Krume mehr übrig zu lassen scheint". Dramatisch sei die Lage auch mit Blick auf die große technologische Führerschaft. So prognostizieren die Branchenkenner, dass chinesische Solaranbieter schon bald ihren Marktanteil ausbauen und einen "vernichtenden" Druck auf die Gewinnmargen der Europäer ausüben könnten. "Deutschland bleibt nach wie vor der größte Ausbaumarkt. Daraus muss man Schlüsse ziehen", sagt der Insider im pressetext-Gespräch.
Dem Fachmann nach könne nur derjenige überleben, der seine Produktivität immens steigert, innovativ bleibt und seine Produktionsstätten wie der Solarzellengigant Q-Cells http://www.q-cells.de in Billiglohnländer wie Malaysia verlagert. Von der Diskussion um eine Abschottung des deutschen Marktes und einer damit einhergehenden Einführung von Schutzzöllen halten Insider hingegen wenig (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090821015/). Einer Untersuchung der Unternehmensberatung PRTM nach können sich deutsche Solarfirmen nur mit einem Mehrwert bei Service, Design, Garantien und nicht zuletzt Qualität behaupten. (Ende)
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090911029
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