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Erdölexploration: Industrie legt einen Zahn zu

1253792589941l9307.jpg2009 könnte zu Rekordjahr werden - Bereits über 200 Funde

Erdölbranche steuert auf neues Rekordjahr zu (Foto: pixelio.de, Dieter Schütz)

New York (pte/24.09.2009/13:42) - Die Erdölindustrie hat bei der Erschließung neuer Ölfelder im Krisenjahr 2009 einen Zahn zugelegt. Verglichen mit vergangenen Jahren waren sowohl Großkonzerne wie BP oder Exxon Mobil als auch kleinere Erdölfirmen wie Tullow Oil oder Anadarko Petroleum bislang überaus erfolgreich. Zuletzt hatte dem Sektor eine Reihe von Entdeckungen großer Ölquellen Auftrieb verschafft. Zwar hat die Industrie in diesem Jahr aufgrund des niedrigen Rohstoffpreises und der schwachen Nachfrage diverse Explorationsprojekte verschoben, wie Sintje Diek, Öl-Analystin bei der HSH Nordbank http://www.hsh-nordbank.de, im Gespräch mit pressetext erläutert. Die beinahe täglichen Meldungen über neue Funde resultieren hingegen aus kräftigen Investitionen, die bereits im Lauf der letzten Jahre getätigt wurden, als sich Erdöl noch auf einem bedeutend höheren Preisniveau bewegte.


Die Neuentdeckungen reichen über alle fünf Kontinente und sind mitunter der Entwicklung neuer Technologien zu verdanken, die tiefere Bohrungen durch unwegsameres Gelände zulassen. So kann mittlerweile etwa durch noch härteres Gestein gebohrt werden als bisher. In zahlreichen Ländern wie Australien, Israel, Iran, Brasilien, Norwegen, Ghana oder auch Russland wurden im laufenden Jahr somit über 200 Funde gemeldet, berichtet die New York Times. Erst vor wenigen Tagen bestätigte ein Konsortium, bestehend aus Anadarko, Woodside Petroleum, Repsol und Tullow, die Entdeckung riesiger Vorkommen vor der Küste Sierra Leones. In der Region werden weitere Felder vermutet. Das Konsortium hofft auf ein mögliches Volumen von mindestens zwei Mrd. Barrel Erdöl, was einem der größten Funde der vergangenen zehn Jahre entsprechen würde.

Zuvor hatte der Energieriese BP nach einer der mit 11.000 Metern tiefsten Bohrungen der Geschichte einen Fund im Golf von Mexiko vermeldet. In dem "Tiber" genannten Ölfeld werden über drei Milliarden Barrel vermutet. In Anbetracht der Tiefe von neun Kilometern unter dem Meeresboden plus 1.300 Meter Wassertiefe sei die Förderung vorerst jedoch noch problematisch. Der dafür nötige technische Aufwand lohne sich angesichts des derzeit niedrigen Ölpreises kaum. Experten zufolge könnte jedoch gerade das hohe Ausmaß an Funden auf den Wert des Rohstoffs drücken.

Dennoch könnte sich 2009 zu einem Rekordjahr für die Erdölindustrie entwickeln. Allein die innerhalb der ersten Jahreshälfte bestätigten Funde umfassen ein potenzielles Fördervolumen von rund zehn Mrd. Barrel. Setzen die Kundschafter ihren Erfolgskurs in dem Tempo fort, könnten sie das beste Ergebnis in der Erdölexploration seit 2000 einfahren. Der Industrie zufolge ist besonders unter dem Meeresboden nach wie vor "eine Menge" Öl vorhanden, wenngleich Entdeckungen und Förderung immer schwieriger würden. (Ende)

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090924034
Aussender: pressetext.deutschland

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