klimawandel

17.12.2008: Windkraftbranche drängt auf Staatshilfe

Ausbau Erneuerbarer Energien gerät ins Stocken

Windkraftbranche braucht Hilfe beim Aufbau

Frankfurt (pte/17.12.2008/13:35) - Die Windkraftindustrie will unter den staatlichen Rettungsschirm. Der erschwerte Zugang zu Bankenkrediten verlangsamt den Anlagenbau und drückt damit auf das Wachstum der Produzenten. "Ohne eine Verbesserung der aktuellen Lage gerät der Ausbau der Erneuerbaren Energien und damit der Klimaschutz ins Stocken", wird Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie (BWE) http://www.wind-energie.de , von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitiert. Daher fordert der Verband eine bereitwilligere Kreditvergabe der Banken. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat bereits
Unterstützung für die Branche signalisiert.

"Die Windkraftbranche ist als mittelständischer Sektor mit besonderem Augenmaß zu bewerten", meint BWE-Sprecher Ulf Gerder im Gespräch mit pressetext. Zwar erfreue sich die Industrie etwa im Vergleich zur Automobilbranche einer relativ soliden Entwicklung. "Das Wachstumstempo darf aber nicht abgewürgt werden", betont Gerder. Dem Experten zufolge wurden in den Verhandlungen mit Branchen- und Bankenvertretern sowie Minister Gabriel keine direkten staatlichen Zuschüsse angestrebt.
Allerdings habe man sich darauf geeinigt, dass die Kreditvergaberegelungen der KfW, deren Aufgabe in der Realisierung von öffentlichen Aufträgen besteht, nicht verschlechtert werden. "Die bisherigen Förderbedingungen werden beibehalten", erklärt Gerder gegenüber pressetext.

Den Plänen der Bundesregierung zufolge sollen bis 2020 rund 30 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien stammen. Albers zufolge werden mittlerweile jedoch Finanzierungszusagen zurückgenommen. Besonders Verhandlungen über die Finanzierung von Offshore-Standorten würden angesichts des hohen Kapitalbedarfs gebremst. "Neben der KfW müssen sich auch die Geschäftsbanken stärker am Aufbau der Windkraftbranche beteiligen", sagt Gerder. Die KfW wird die geplanten Einschränkungen sowohl in Höhe als auch Laufzeit der Kredite nicht realisieren. Mittlere Investitionsvorhaben zum Ausbau von Windkraftanlagen an Land würden demnach bei einem Volumen von 50 statt zehn Mio. Euro gedeckelt. Zudem bleibe es bei einer Laufzeit von 15 statt acht Jahren.

Neben den Investitionen für Landanlagen steht die Windkraftbranche jedoch vor zwei weiteren Problemen: Zum einen existiert bislang noch keine Lösung für die kostenintensiveren Offshore-Projekte. Zum anderen müsse das Exportgeschäft stärker angekurbelt werden. Dem Experten nach sollen vorerst Arbeitskreise gegründet werden, um auch diesen Herausforderungen zu begegnen. (Ende)

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=081217020
Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Manuel Haglmüller

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