klimawandel

03.12.2008: Europas Windenergiebranche geht die Puste aus

Prognosen für 2009 zurückgenommen - Verband sieht keine Gefahr

Dunkle Wolken über Windenergiebranche

Frankfurt am Main/Osnabrück (pte/03.12.2008/06:00) - Nach der Automobil- und Solarbranche hinterlässt die Finanzkrise nun verstärkt auch bei der europäischen Windenergiebranche und deren Zulieferer ihre Schleifspuren. Erste Anzeichen für einen Abschwung lassen sich bereits heute in den zurückgefahrenen Herstellerprognosen und einer Drosselung der Produktionsziele für 2009 erkennen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Branchenerhebung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan http://www.energy-frost.com . Die Studienautoren kommen zu dem  Schluss, dass die über die vergangenen Jahre erzielten zweistelligen Zuwachsraten wegen der Wirtschaftslage nicht weiter bestehen bleiben werden. "Eine Katerstimmung kann ich nicht bestätigen. Sowohl bei der Nachfrage als auch bei der Einhaltung von Lieferterminen sehen wir keinen Abschwung", sagt hingegen Ulf Gerder vom Bundesverband WindEnergie http://www.wind-energie.de gegenüber pressetext.

Anders sehen dies die Unternehmensberater. Zwar hätte die Nachfrage nach Windenergie und den dazugehörigen Komponenten wie Turbinen, Getrieben und Lagern in den vergangenen drei bis fünf Jahren zugenommen. Der positive Wachstumstrend werde sich hingegen nicht in dem bisherigen Ausmaß fortsetzen, so die Experten. Mit dem Einsetzen der Wirtschaftskrise und einem Bedarfsrückgang werden sowohl die Turbinenhersteller als auch die Zulieferer ihre bisherigen Geschäftsstrategien auf den Prüfstand stellen müssen. "Um die große Nachfrage in Deutschland erfüllen zu können, haben vor allem Windturbinenhersteller langfristige Verträge mit Zulieferern
geschlossen. Einen Nachfrageeffekt erhoffen wir uns trotz der Finanzkrise aber auch von den Vergütungen für Windkraftanlagen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz", so Gerder auf Nachfrage von pressetext. Eine 20-jährige Vergütung sei damit grundsätzlich gegeben.

Die Gesetzesnovelle sieht ab 2009 vor, dass die Vergütung bei Windenergieanlagen an Land (Onshore) eine Aufstockung von derzeit 8,03 auf zukünftig 9,2 Cent/Kilowattstunde erfährt. Windanlagen im Meer (Offshore) sollen mit einer Erhöhung der Anfangsvergütung um einen auf 13 Cent/Kilowattstunde berücksichtigt werden. Eine Verlängerung der Inanspruchnahme des sogenannten "Frühstarter-Bonus" bis Ende 2015, der bisher Ende 2013 auslaufen sollte, wird weitere Anreize für Offshore-Anlagen bieten. Um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben,
sollten Windanlagenhersteller ihre Kosten und Preise senken, um Wachstumschancen nutzen zu können, so Frost & Sullivan. Obwohl derzeit volatil, sieht Gerder im Gespräch mit pressetext langfristige Wachstumschancen durch die fallenden Preise für Rohstoffe wie Stahl, Kupfer oder Bauleistungen. Insider warnen jedoch vor möglichen Überkapazitäten im Markt. (Ende)

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=081203001
Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Florian Fügemann

Newsletter

Die wichtigsten Nachrichten zum Klimawandel - direkt in Ihr Postfach. Kostenlos & unverbindlich.

Bitte JavaScript aktivieren, um das Formular zu senden

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.