12.06.2007: Der Klimawandel und seine oekonomischen Folgen

"Manche mögen's heiß": Der Klimawandel und seine ökonomischen Auswirkungen - Staat muss Planungssicherheit für Umweltschutzinvestitionen schaffen

Erneuerbare Energien als Retter der Erde?

Frankfurt am Main/Düsseldorf (pte/12.06.2007/10:45) - Manche Wirtschaftszweige mögen es heiß. Auf diese Formel lässt sich die Studie "Klimawandel und Branchen" von Deutsche Bank (DB) Research http://www.dbresearch.com bringen. Der Klimawandel habe nicht nur eine "natürlich-klimatische", sondern auch eine "regulatorisch-marktwirtschaftliche Dimension", schreibt Studienautor Eric Heyman. Erneuerbare Energien zählen zweifelsohne zu den Gewinnern des Klimawandels, da sie in den nächsten Jahren weiterhin von klimapolitisch motivierten Förderprogrammen profitieren. Dagegen werden fossile Energieträger durch staatliche Maßnahmen tendenziell verteuert. Die Energiewirtschaft stehe in Zukunft besonders im Fokus der Politik, so DB Research. Der Erforschung und Entwicklung effizienterer und neuer Energietechniken komme daher eine tragende Rolle zu. Für verschiedene Industriebranchen biete der Klimawandel große Potenziale: Dazu zählen der Maschinenbau (Klima-, Heizungs- und Lüftungstechnik, Bewässerungstechnologien) und Elektronik (Energiesteuerungsanlagen, energieeffiziente Haushaltsgeräte). Auch Querschnittsbranchen wie die Chemieindustrie könnten profitieren. Heyman
sieht auch Exportchancen für moderne Kraftwerkstechnologie aus Deutschland und Europa in Schwellenländern. Insbesondere die Erneuerbaren Energien seien ein klarer Gewinner der regulatorischen Komponente des Klimawandels. Schon der durch staatliche Förderprogramme begünstigte Ausbau in den vergangenen Jahren sei größtenteils ökologisch motiviert. In den Zukunftsplänen spielen Erneuerbare Energien daher sowohl in Industrienationen wie den USA oder der EU als auch in vielen Schwellenländern wie China eine wichtige Rolle.

"Die USA setzen in den nächsten Jahren vor allem auf Biokraftstoffe; Wind- und Wasserkraft sowie Solarenergie werden aber ebenfalls gefördert. Kalifornien ist hier einer der Vorreiter. Auch in China, wo die natürlichen Voraussetzungen für die Windkraft oder die Solarenergie deutlich besser sind als etwa in Deutschland, sehen die Regierungspläne eine Stärkung der Erneuerbaren Energien vor", so der Studienautor. "Deutsche Bank Research belegt, dass es sich bei den Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren um ein Milliardengeschäft handelt. Damit Deutschland seine führende Position behält und noch weiter ausbaut, muss die Politik Planungssicherheit gewähren. Es ist ja kein Geheimnis, dass die jungen Industriezweige im Energiesektor anfangs stark auf Anschubfinanzierungen durch den Staat angewiesen sind. Nur so sind Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau möglich. Die politischen Entscheider müssen jetzt sagen, wie sich die Förderung der Erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren gestalten wird. Zudem sollten sie nicht jede Woche mit neuen Vorschlägen kommen, die nur punktuell wirken", warnt Energieexperte Tobias Janßen, Vorstandschef der Goldfish Holdings http://www.goldfish-holdings.com in Düsseldorf und Mitglied im Executive Board American Chamber of Commerce http://www.amcham.de , im Gespräch mit pressetext.

Das Zusammenspiel von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft sowie eine exzellente Vermarktung der innovativen Umwelttechnik sind entscheidend. "Entdeckungen und Erfindungen verwandeln sich nicht von selbst in wirtschaftliches Wachstum oder vermarktbare Produkte. Hier ist unternehmerisches Management gefragt und eine enge Verknüpfung von Universitäten und Unternehmen. Divergierende Zielvorgaben des Staates oder ordnungspolitisch fragwürdige Entscheidungen wie bei der Aufhebung der Steuerbefreiung für Biodiesel sind schädlich für die Entfaltung des Umwelttechnikmarktes", kritisiert Janßen. Die regulatorisch-marktwirtschaftliche Dimension des Klimawandels, so die
Studie, werde sich in den meisten Sektoren deutlich früher auswirken als die klimatisch-natürliche. "Den Schlussfolgerungen der Untersuchung ist daher voll und ganz zuzustimmen", so Janßen. Klimapolitische Maßnahmen
müssten früh genug angekündigt werden, damit die wirtschaftlichen Akteure auch langfristig agieren können. "Dann gibt es beispielsweise auch große Chancen für die deutsche Autoindustrie, die in einer kontraproduktiv und emotional geführten Debatte vor kurzem einseitig als Klimakiller dargestellt wurde", resümiert Janßen. (Ende)

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070612023
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