Earth Hour großer Erfolg

Schon heute müssen in Bonn Taten folgen

Bonn (ots) - Mit einem millionenfachen "Ja" zum Klimaschutz hat sich die WWF Earth Hour einmal um den Globus bewegt. In rund 4000 Städten in 88 Ländern gingen jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde die Lichter aus: von den Chatham Islands vor Neuseeland über Sydney, Shanghai, Stockholm und New York.

Weltweit gaben somit rund eine Milliarde Menschen ihre Stimme für mehr Engagement der Politik im Kampf gegen den Klimawandel ab. James Leape, Generaldirektor von WWF International, bewertete die Aktion als riesen Erfolg und dankte den Menschen in aller Welt für ihre Teilnahme. In Deutschland beteiligten sich Hamburg, Bonn und Berlin an der Aktion. In Hamburg gingen unter anderen die Lichter an der Alster, dem Michel und auf dem Volksfest Dom aus, in Berlin erloschen die Lichter am Roten Rathaus, in Bonn unter anderem am "Langen Eugen".

"Menschen über den ganzen Globus verteilt haben mit dem Lichtschalter Politiker weltweit zum Handeln aufgerufen: stoppt den Klimawandel jetzt!", so Leape "Nach der großartigen Symbolik müssen nun natürlich Taten folgen, um das Weltklima zu retten. Nur wenige Stunde, nachdem die letzten Lichter wieder angegangen sind, bietet sich dazu gleich die Gelegenheit, auf der in Bonn beginnenden Sitzung des UN Weltklimarates, das die Weichen stellt für den Klimagipfel in Kopenhagen Ende des Jahres".

Dort übergibt der WWF um 13.00 Uhr stellvertretend für die hunderte Millionen Menschen, die im Rahmen der Earth Hour für die Erde abgestimmt haben, eine Stimmbox an den Generalsekretär Yvo de Boer. Die heute in Bonn beginnende Konferenz ist die erste Sitzung des Weltklimarates in diesem Jahr und ein enorm wichtiges Treffen im Hinblick auf den Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember. Zudem ist es das erste Treffen nach dem Amtsantritt von US-Präsident Barrack Obama. Auf dem Gipfel in Kopenhagen gilt es, einen Nachfolgevertrag für das Kyoto-Abkommen zum Schutz des Weltklimas unter Dach und Fach zu bringen. Das Jahr 2009 ist deswegen ein entscheidendes Jahr im Kampf gegen den Klimawandel. Bonn bildet den Auftakt.

"Nun liegt es an den Staats- und Regierungschefs, Verantwortung zu übernehmen und sich zu einem neuen globalen Klimaschutzabkommen durchzuringen, das seinen Namen verdient", so Kim Carstensen, Chef der globalen Klimainitiative des WWF. "In Bonn müssen die Weichen dafür gestellt werden. Ziel muss unter anderem sein, dass  sich die Industriestaaten verpflichten, ihren Ausstoß an Treibhausgasen um mindestens 40 Prozent zu reduzieren".

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