'Elders Federation of Greenland' lädt zum Austausch über Klimaschutz-Strategien

"Aasivik Feuer- und Eis-Zeremonien" vom 17. bis 19. Juli 2009

München/Toronto (pts/18.03.2009/13:45) - Am Global Climate Forum sollen Wissenschaftler und indigene Völker gemeinsam an Strategien für den Klimaschutz arbeiten. Das "Aasivik Fire and Ice 2009" findet vom 17. bis 19. Juli 2009 in Kangerlussuaq, Grönland statt.

Dass auf Grönland die Eisberge mit erschreckender Geschwindigkeit schmelzen und wieder Bäume wachsen, ist für die Stammesältesten der Insel keine Überraschung. In ihrer Tradition wurde diese Entwicklung von einer Generation zur anderen voraus gesagt und deshalb wissen sie, dass jetzt die Zeit gekommen ist, um zum Global Climate Forum "Aasivik Fire and Ice 2009" einzuladen. Die Auswirkungen des globalen Klimawandels sind auf Grönland besonders stark sichtbar. Da die Eisschmelze auch den Salzgehalt des Meeres verändert, der den Verlauf des Golfstromes bestimmt, sind klimatische Veränderungen auch in Europa spürbar.

Vom 17. bis 19. Juli 2009 findet an der Westküste Grönlands unmittelbar am Eisschild das "Aasivik Fire and Ice 2009" statt, an dem bis zu 1000 Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet werden. International anerkannte Wissenschaftler, Politiker, Künstler und CEOs treffen mit Delegationen indigener Völker zusammen, um gemeinsam in Zeremonien und Expertenrunden mögliche Auswege aus der Krise zu finden. In den Foren "Science meets Spirit" treffen die Wissenschaftler mit den Stammes-Ältesten zusammen, um die Stimmen der Naturvölker in den weltweiten Diskurs des Klimawandels einzubringen. Wissenschaftler wie Jane Goodall, Elisabet Sahtouris, Apela Colorado, aber auch Alternative Nobelpreisträger und viele mehr suchen diesen Dialog. Auch Künstler wie Spike Lee wohnen dem Treffen bei.

Bäume wachsen wieder auf Grönland

Auftakt des Global Forums bildet eine Feuer-Zeremonie: Auf dem Fundament der Asche Heiliger Feuer aus aller Welt wird das Heilige Feuer feierlich entzündet mit brennendem Robbenfett und dem Holz der Bäume, die heute wieder in Grönland wachsen. Diese Zeremonie ist Symbol für die tiefgreifenden Veränderungen, die auf der größten Insel der Welt seit Jahren vonstatten gehen. Mit dieser Zeremonie erfüllt sich eine uralte Prophezeiung der Eskimo-Kalaallit, die besagt: "Wenn das große Eis schmilzt, die Erde in Bedrängnis ist und auf Grönland Bäume wieder zu wachsen beginnen, wird das Heilige Feuer auf die Insel zurück kehren - und mit ihm wird eine neue Weisheit in die Welt ziehen". Die internationalen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft werden dieser Zeremonie beiwohnen, welche weltweit in den Medien übertragen wird.

Die Weisheit der Ältesten zum Nutzen der Klimaforschung

Die Beobachtungen der Bewohner Grönlands stellen einen wichtigen Beitrag für die Klima- und Polarforschung dar. Die Klimaveränderungen haben bereits unmittelbar Einfluss auf ihr Leben. Die Fjorde frieren später zu und damit verkürzt sich die Jagdzeit. Die Jagd wird von Jahr zu Jahr gefährlicher, da sich die Qualität des Eises aufgrund des erhöhten Süßwasseranteils immer stärker verändert. Für die Bewohner zeigt sich jeden Tag, dass der Klimawandel einen Bewusstseinswandel auf allen Ebenen fordert.

Die Weisheit der Alten ehren - Wissenschaftler lernen von Stammesältesten

Für die Alten Grönlands ist es keine Überraschung, dass auf ihrer Insel wieder Bäume wachsen. In ihrer Tradition wurde diese Entwicklung von einer Generation zur anderen voraus gesagt und deshalb wissen sie, dass jetzt die Zeit gekommen ist, um zum Global Climate Forum "Aasivik Fire and Ice 2009" einzuladen.

Das Heilige Feuer wird entfacht

Auftakt des Global Forums bildet eine Feuer-Zeremonie: Auf dem Fundament der Asche aus aller Welt wird das Heilige Feuer feierlich dem Holz der Bäume, die heute wieder in Grönland wachsen, entzündet. Diese Zeremonie ist Symbol für die tiefgreifenden Veränderungen, die auf der größten Insel der Welt seit Jahren vonstatten gehen. In den Gesprächsforen geht es um den Austausch von indigener Weisheit und moderner Wissenschaft. Am letzten Tag werden die Stammesältesten Frauen in die Schwitzhütte gehen, um zu empfangen, was für die Welt vonnöten ist, um wieder eine Balance zu schaffen. Die Stammesältesten Männer bitten darauf hin, zu empfangen, wie dies umgesetzt werden müssen. Die Menschen werden durch diese Zeremonie Zeuge, wie Männer und Frauen aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit ein Ganzes schaffen, das zum Wohle der Menschen ist.

Das Eis im Herzen der Menschen schmelzen

Für Angaangaq, Stammesälteste der Eskimo-Kalaallit und international gefragter Redner zum Thema Umweltschutz,ist allerdings jetzt schon klar, was die Menschheit zum Wohl für sich und der Natur braucht: "Nur wenn das Eis im Herzen der Menschen schmilzt, werden wir eine Chance haben, uns zu verändern und unser Wissen weise zu nutzen." Das Global Climate Forum "Aasivik Fire and Ice 2009" wird einen Beitrag dazu leisten.

Die Völker des hohen Nordens laden ein:

Aasivik Fire & Ice 2009

Aasivik Feuer und Eis Zeremonie vom 17. bis 19. Juli 2009 in Kangerlussuaq, Grönland


Die Ureinwohner Grönlands, die Kalaallit, lebten ursprünglich in einer matriarchalen Gesellschaft, die keine Kriege kannte. Sie jagten Tiere, deren Fett war ihre einzigen Wärme- und Lichtquelle. Mit der Öffnung Grönlands für den Freihandel 1950 veränderten sich die Lebensgewohnheiten innerhalb weniger Generationen rasant. Die Entwurzelung von Familiengemeinschaften und spirituellen Bindungen zogen Alkoholismus, soziale Perspektivlosigkeit sowie eine der weltweit höchsten Suizidraten nach sich.

Auch die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich nirgendwo so stark wie in den empfindlichen Ökosystemen des Nordens. Die Gletscher schmelzen in atemberaubender Geschwindigkeit. Die wirtschaftlichen und ökologischen Konsequenzen daraus haben einschneidende Auswirkungen auf die Lebensweise der Kalaallit.

Vom 17. bis 19. Juli 2009 findet an der Westküste Grönlands in unmittelbarer Nähe des Eisschildes die "Aasivik Feuer und Eis Zeremonie" statt.

Gastgeber dieser Zeremonie sind die Föderation der Ältesten Grönlands, eine rechtsgültige Organsisation gewählter Vertreter mit ihrem Boten Angaangaq und "Ancient Wisdom for Earth" (AWE), eine gemeinnützige Organisation, deren Ziel in der Erhaltung des alten Wissens der Indigenen und seiner Verbindung mit der modernen Welt liegt.

Indigene aus aller Welt sowie international anerkannte Wissenschaftler wie die britische Schimpansen-Verhaltensforscherin Dr. Jane Goodall, die griechisch-amerikanische Evolutionsbiologin Dr. Elisabet Sahtouris, die Gründerin des Worldwide Indigenous Science Network Dr. Apela Colorado vom Volk der Oneida und viele mehr werden sich zu diesem feierlichen Anlass zusammenkommen, um Wissenschaft und indigene Weisheit miteinander in Zeremonien und Gesprächsforen zu vereinen. Auch Künstler wie Spike Lee haben bereits ihre Teilnahme an "Aasivik Fire & Ice 2009" zugesagt. Dieses Treffen zielt darauf ab, die Gesamtdimension des Klimawandels zu erfassen: Was für Auswirkungen haben die Veränderungen auf alle Menschen - vom Auftauen der Permafrostböden, über die Zunahme von Stürmen und Überschwemmungen bis hin zur Versteppung und Wassermangel? Wie kann das Gleichgewicht der Erde mit Hilfe sowohl moderner Wissenschaft und als auch spiritueller Weisheit wiederhergestellt werden?

Aus den Ergebnissen dieser Zusammenarbeit werden Online-Klassenzimmer erstellt, die jedermann im Internet besuchen kann. In Kangerlussuaq im Westen Grönlands wird außerdem eine dauerhafte Begegnungsstätte für indigenes Wissen und Wissenschaft eingerichtet werden: Von hier aus kann dann Forschung zu Umweltfragen und indigenen Zeremonien betrieben werden.

Angaangaq
Angaangaq ist Ältester der Eskimo-Kalaallit, dessen Familie zu den traditionellen Heilern aus Grönland stammen und international anerkannter Redner. Er ist internationaler Vertreter der indigenen Gemeinschaften von Nord- und Südamerika, Europa und der circumpolaren Arktis und geehrt als Ältester.

Angaangaq spricht bei internationalen Konferenzen und Symposien über die Umwelt und indigene Themen.  Er nimmt Teil an spirituellen Mahnwachen für den Frieden bei den Vereinten Nationen, und hält Reden in Ausschüssen wie dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, dem Ausschuss für Religion and Spiritualität, dem Ständigen Forum über indigene Angelegenheiten, und UNESCO's Ausschuss für Ozeane, Fischerei und Jagd. Seine Arbeit ist hochgeachtet für deren Förderung von interkultureller Harmonie.

Angaangaq ist Mitglied des World Wisdom Councils, er ist Ältester der Tribal Link Foundation, Inc. und ein Mitglied des World Commission on Global Consciousness and Spirituality wo er als Liaison zu den indigenen Stämmen wirkt. Er ist assoziiert mit der United Religions Initiative in Allianz mit den Vereinten Nationen, dem Club of Budapest International, der Masters Group, der Earth Restorations Corps. und ist auf dem special advisory council des Jane Goodall Institutes. Er ist ein Ältester bei der West Virginia Universität und spricht oft an Universitäten  in Nordamerika und Europa. Besonders erfüllend ist seine Arbeit der Heilkreise in kleinen Dörfern, bei indigenen Völkern.

Persönlichkeiten mit denen Angaangaq das Rednerpult teilte, sind unter anderem Jane Goodall, Dr. Phil Lane, Co-Koordinator der Four Worlds International & Four Directions, Chief Oren Lyons, Faith Keeper der Onondaga Nation, Mercedes und Geraldo Barrios, Dr. Theo Paredes und der Zulu spirituelle Führer Credo Mutwa. Er ist eng befreundet mit Großvater William Commanda, Ältester der Algonquin Nation und des Circle of All Nations in Ottawa, Kanada.

http://pressetext.at/news/090318031
Aussender: Global Climate Forum "Aasivik Fire and Ice 2009"
Ansprechpartner: Mag. Elisabeth Walcher
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